{"id":67,"date":"2019-02-11T17:28:51","date_gmt":"2019-02-11T17:28:51","guid":{"rendered":"http:\/\/themis-filderstadt.de\/?page_id=67"},"modified":"2019-02-12T14:59:14","modified_gmt":"2019-02-12T14:59:14","slug":"startseite","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/themis-filderstadt.de\/","title":{"rendered":"STARTSEITE"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"wp-block-cover has-background-dim is-layout-flow wp-block-cover-is-layout-flow\" style=\"background-image:url(http:\/\/themis-filderstadt.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/stimmzettel.jpg)\"><p class=\"wp-block-cover-text\">THEMIS<br>IN JEDER HINSICHT EIN<br>VOLLER ERFOLG<\/p><\/div>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p class=\"has-drop-cap\">Die Stadt Filderstadt z\u00e4hlt in Deutschland zu den Pionieren der B\u00fcrgerbeteiligung. Um politische Dialoge in Gang zu bringen, werden seit fast 20 Jahren B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger regelm\u00e4\u00dfig zu Informationsveranstaltungen, Workshops und Runden Tischen eingeladen. Das Ziel: Sie sollen sich einbringen und am politischen Meinungsbildungsprozess beteiligen. Dabei wird eine m\u00f6glichst breite B\u00fcrgerbeteiligung angestrebt.<br>Doch die g\u00e4ngigen Instrumente sto\u00dfen an ihre Grenzen \u2013 nicht nur in Filderstadt. Es ist zu beobachten, dass das Interesse der Menschen an der Politik trotz aller Bem\u00fchungen abnimmt. Die Wahlbeteiligung geht zur\u00fcck, vor allem bei Kommunalwahlen. Gleichzeitig ist bekannt, dass die Menschen nicht einfach nur \u201epolitikm\u00fcde\u201c sind, sondern sich andere Formen der Beteiligung w\u00fcnschen.<br><\/p>\n\n\n\n<p>Grund genug f\u00fcr Wissenschaftler der Forschungsstelle f\u00fcr demokratische Innovationen an der Universit\u00e4t Frankfurt, einen L\u00f6sungsansatz zu suchen. Sie fanden schlie\u00dflich f\u00fcr ihr Wahlexperiment mit dem Namen Themis in der Stadt Filderstadt einen idealen Kooperationspartner. Dem Forschungsteam um die Professorin Dr. Brigitte Gei\u00dfel und dem Projektverantwortlichen Jonathan Rinne war die Vorreiterrolle Filderstadts in Sachen innovativer Beteiligungspraxis nicht verborgen geblieben.<br>Die Forscher wollten mit dem Wahlexperiment zum einen herausfinden, ob es m\u00f6glich ist, B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger nicht \u00fcber politische Pers\u00f6nlichkeiten abstimmen zu lassen, sondern \u00fcber verschiedene Themen und Wahlaussagen der politischen Parteien. Zum anderen sollte Themis den kommunalpolitischen Akteuren wichtige Bewertungen der B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger zu aktuellen Themen der Kommunalpolitik liefern.<br><\/p>\n\n\n\n<p>Die Themen f\u00fcr das Wahlexperiment selbst waren von den im Gemeinderat der Stadt Filderstadt vertretenen Parteien vorab zusammengestellt worden. Dieses Vorgehen weicht von dem sonst \u00fcblichen Verfahren ab, dass die Verwaltung die Inhalte von Beteiligungsverfahren ausw\u00e4hlt und vom Gemeinderat beschlie\u00dfen l\u00e4sst.<br>Inzwischen steht fest: Das Experiment, an dem sich im Juli des Jahres 2017 fast 1000 Filderst\u00e4dter B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger beteiligten, war ein voller Erfolg.<br><\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Ziel ist eine \u201eBreite Beteiligung\u201c der B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger.&nbsp;<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Egal ob offene Foren, Beir\u00e4te oder andere B\u00fcrgerbeteiligungsprozesse wie die Themis-Wahl: Die Stadt Filderstadt ist stets bestrebt, eine \u201eBreite Beteiligung\u201c der B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger zu erreichen. Diese misst sich jedoch nicht an der reinen Anzahl derer, die mitmachen, sondern vielmehr an der Vielfalt der Interessen, Meinungen und Ideen, die in die Beteiligungsprozesse einflie\u00dfen und an den soziokulturellen Schichten, die sich einbringen. Die Devise lautet Vielfalt und Vielzahl. \u201eDas Ziel ist, ein vielf\u00e4ltiges Meinungsbild zu ermitteln und vielf\u00e4ltige Aspekte der Beteiligten im Beteiligungsverfahren abzubilden\u201c, erl\u00e4utert Thomas Haigis, der Referent f\u00fcr B\u00fcrgerbeteiligung bei der Stadt Filderstadt. Es gehe auch darum, au\u00dfer den gut Gebildeten, den mittleren Altersgruppen sowie den ohnehin schon sozial Aktiven und gut Integrierten auch die so genannten stillen Gruppen in der Stadt in Entscheidungsprozesse einzubinden. Auch in dieser Hinsicht hat sich das Themis-Experiment in besonderer Weise bew\u00e4hrt. Um diese \u201eBreite Beteiligung\u201c zu erreichen, setzt die Stadt Filderstadt schon seit vielen Jahren auf niederschwellige Formate. Dazu geh\u00f6ren neben Workshops und digitale Beteiligungsformen wie die Themis-Wahl auch Informationsveranstaltungen, Nachbarschaftsgespr\u00e4che, Einwohnerversammlungen, Verwaltung vor Ort, Marktgespr\u00e4che oder auch Stadtteilspazierg\u00e4nge.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eBreite Beteiligung\u201c folgt damit dem Grundsatz der Inklusivit\u00e4t. Das bedeutet, dass die ohnehin Aktiven und Integrierten sowie die gut Gebildeten und mittleren Altersgruppen nicht \u00fcberrepr\u00e4sentiert sein sollen. \u201eBreite Beteiligung\u201c \u00f6ffnet sich demnach nicht nur uneingeschr\u00e4nkt f\u00fcr alle B\u00fcrger, sie f\u00f6rdert sogar aktiv die Teilnahme beteiligungsferner Gruppen. Gleichzeitig muss ber\u00fccksichtigt werden, dass die unterschiedlichen Bev\u00f6lkerungsgruppen auch eine unterschiedliche Bereitschaft zeigen, an einem Beteiligungsprozess aktiv teilzunehmen. Nicht jedes Veranstaltungsformat ist geeignet, auch eine \u201eBreite Beteiligung\u201c herzustellen.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:100px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Stadt Filderstadt z\u00e4hlt in Deutschland zu den Pionieren der B\u00fcrgerbeteiligung. Um politische Dialoge in Gang zu bringen, werden seit fast 20 Jahren B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger regelm\u00e4\u00dfig zu Informationsveranstaltungen, Workshops und Runden Tischen eingeladen. Das Ziel: Sie sollen sich einbringen und am politischen Meinungsbildungsprozess beteiligen. 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